L*dyfest in Aachen

Vom 07-09 September 2012 findet das L*dyfest in Aachen statt.

Das L*dyfest ist ein Wochenende mit Workshops, Vorträgen und Konzerten mit dem Schwerpunkt Queer-Feminismus(1) im AZ Aachen. So wird es Workshkops zu den Themen „Black Feminism“, „Feministische Antifa“, „Queer porn“ und mehr geben.

Bitte beachtet: generell ist das L*DYFEST open to alle genders, einige der Veranstaltungen sind aber nur offen für FrauenLesbenTrans*Intersex, dann ist das extra gekennzeichnet.2 Ausserdem gibt es Workshops die auf Englisch stattfinden, allerdings wird sich gemeinsam um eine Übersetzung auf Deutsch bemüht, falls nötig.

Das Programm (und noch einiges mehr) findet ihr auf der Seite des L*DYFEST Aachen!

  1. Die Queer-Theorie geht davon aus, dass die geschlechtliche und die sexuelle Identität nicht ‚naturgegeben‘ sind, sondern erst in sozialen und kulturellen Prozessen konstruiert werden. Die Zuschreibungen ‚Frau‘ und ‚Mann‘ sind somit Konstrukte der Gesellschaft, denen wir uns aufgrund von Sozialisation gezwungenermaßen unterordnen. ‚Queer-feministisch‘ bezeichnet einen Feminismus, der – soweit es in dieser gesellschaftlichen Realität möglich ist – ohne diese Zuschreibungen arbeitet und langfristig eine Auflösung oder zumindest Aufweichung des gesellschaftlichen Konstrukts ‚Geschlecht‘ anstrebt. [zurück]
  2. Wenn Veranstaltungen explizit als offen für FrauenLesbenTrans*Intersex gekennzeichnet werden, geschiet dies um einen geschützten Raum herzustellen, der es Menschen mit den genannten genders und Identitäten ermöglicht, sich auszuprobieren und teilzuhaben, ohne dem normierenden und so oft wertenden Blick des malestream ausgesetzt zu sein. Mit malestream wird (in Anlehnung an den mainstream) die Mehrheitsmeinung einer Gesellschaft bezeichnet, die sich hauptsächlich auf die Perspektive weißer, heterosexueller Männer bezieht. [zurück]

Klima-Camp Soli-Festival

Ganz kurzfristig:

Wir werden mit einem Info-Stand auf dem Klima-Camp Soli-Festival im Hambacher Forst vertreten sein!

Hier ist das Lineup:

“Feiern against Climate Change” – Klimacamp-Solifestival

Fr. 10.08.2012
ab ca. 19:00 Uhr
Nic Knatterton (HipHop / Aachen)
Tequila & the Sunrise Gang (Reagge Ska-Punk / Kiel)
BlibBlob (Chip Tunes / Osnabrück)
Lucha Amada (Mestizo Soundsystem / BN/B)
Sound Nomaden (Elektro Swing & Global Beats / Münster)

Sa 11.08.2012
ab ca. 17:00 Uhr
Buxbäume & Strauchdiebe (Straßen-Akustik-Folklore-Punk / Köln)
The Coconut Butts (Skapunk / Simmerath/Eifel)
Guts Pie Earshot (Breakbeat Techno Drum ‘n’ Bass Punk)
Dj Vaga (AllerweltsRebelfolk / South Italy/Berlin)
Farbie Froh (Drum ‘n’ Bass / Heidelberg)
neoBeo (Ambient Chillout / Synergy Tribe)

Mehr Infos über das Festival & das Klima-Camp generell findet ihr unter: www.klimacamp.ausgeco2hlt.de

Schluss damit! – Antirassistische Demonstration gegen den Abschiebeknast in Büren

Schluss damit!

 

Antirassistische Demonstration gegen den Abschiebeknast in Büren am Samstag, 08.09.2012 um 12:00 Uhr

In Büren steht mit über 300 Haftplätzen das größte Abschiebegefängnis Deutschlands. Die Menschen, die hier eingesperrt sind, haben gegen kein Gesetz verstoßen. Sie sind in Haft, damit ihre Abschiebung sichergestellt werden kann. Sie haben ihr Land verlassen auf der Suche nach Sicherheit und einer Lebensperspektive. Seit Anfang der 90er Jahre arbeitet der deutsche Staat verstärkt daran, Einwanderung zu kontrollieren, zu steuern und zu bekämpfen.
Als der Rat der Stadt Büren Anfang der 90er die Wahl zwischen einer Unterkunft für Flüchtlinge und dem Abschiebeknast hatte, entschied er sich mit großer Mehrheit für den Knast. Fernab von jeder Öffentlichkeit, ausgestattet mit neuester Sicherheitstechnologie und umgeben von einer sechs Meter hohen Betonmauer befindet sich der Knast rund acht Kilometer von Büren entfernt in einem Waldgebiet. Das war den meisten wohl lieber, als Flüchtlinge die sich im Städtchen selbst aufhalten und bewegen. Büren ist ein Symbol für den heimlichen und unheimlichen Rassismus in Deutschland geworden.

Abschiebehaft und andere Formen der Unterdrückung

Abschiebeknäste sind Ausdruck einer rassistischen Politik gegenüber Flüchtlingen und MigrantInnen. Sie stellen sicher, dass Menschen die aus Angst und Not in die BRD geflohen sind, gegen ihren Willen in Elend, Folter und Tod abgeschoben werden.
Neben der Abschiebehaft haben die rassistischen Sondergesetze noch eine Vielzahl anderer unmenschlicher Praktiken zu bieten. Das Asylbewerberleistungsgesetz gewährt Migrantinnen und Migranten nur etwa 65% des Sozialhilfesatzes, viele bekommen anstelle von Bargeld lediglich Wertgutscheine, mit denen sie nur in bestimmten Läden und zu bestimmten Konditionen einkaufen können. Noch entwürdigender ist die Versorgung mit zusammengestellten Lebensmittelpaketen, bei denen keine Rücksicht auf Ernährungsgewohnheiten oder Allergien genommen wird. Viele sind gezwungen unter katastrophalen Bedingungen in Lagern zu leben, oft am Rand oder außerhalb der Stadt, was die Isolation zusätzlich fördert. Wenn es ihnen überhaupt erlaubt ist zu arbeiten, stellen die Bevorzugung von Deutschen auf dem Arbeitsmarkt und die umständliche Genehmigungspraxis ein faktisches Arbeitsverbot dar.
Eine weitere Schikane ist die so genannte „Residenzpflicht“, die es Flüchtlingen verbietet, ein bestimmtes Gebiet, beispielsweise den Landkreis, zu verlassen. Eine Sondergenehmigung kostet manchmal Geld und ist immer von der Willkür der entsprechenden Ausländerbehörde abhängig. Der Verstoß gegen dieses unglaubliche und europaweit einzigartige Gesetz kann Geld- und Haftstrafen zur Folge haben. Ein anderes Beispiel für den alltäglichen Rassismus sind die „verdachtsunabhängig“ genannten Kontrollen durch die Polizei, mit denen People of Color aufgrund ihres Aussehens belästigt und kriminalisiert werden.
Aber gegen die Repressionen gibt es auch selbst organisierten Widerstand. So wehren sich immer wieder Flüchtlinge kollektiv gegen die Isolation in Lagern, gegen die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit durch die Residenzpflicht und für ein würdiges Leben. Breitenworbis in Thüringen, Meinersen in Niedersachsen und Velbert in NRW sind Orte, an denen es LagerbewohnerInnen gelungen ist, gemeinsam gegen ihre oft jahrelange Unterbringung in Heimen und Lagern zu protestieren und Öffentlichkeit herzustellen.

All diese Mechanismen und Gesetze gegen MigrantInnen sollen Einwanderung verhindern und in Deutschland lebenden Flüchtlingen eine Teilhabe verweigern.
Dabei wird verschwiegen, dass eine Vielzahl der Fluchtgründe hausgemacht sind: Waffenlieferungen an das türkische Regime oder die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Diktaturen wie dem Iran und Syrien sorgen dafür, dass Millionen von Menschen massiv ausgebeutet und unterdrückt werden und oftmals keine Alternative zur Migration haben. Aber auch fernab dieser Realität sollte es für jeden Menschen eine Selbstverständlichkeit sein, sich dort aufhalten zu können, wo er will. Staatsgrenzen sind immer Gebilde von Machtinteressen. Schaffen wir eine grenzenlose Welt ohne Reisepässe und Schlagbäume!
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NO MORE MAYBE – Naziaufmarsch am 01. September 2012 in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!

Gegen den Naziaufmarsch am 1. September 2012 in Dortmund

Am 1. September 2012 wollen Hunderte Neonazis aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern in Dortmund aufmarschieren.
Anlass ist der von den Dortmunder Neonazis etablierte sogenannte „Nationale Antikriegstag“. Die Dortmunder Neonazis ignorieren den historischen Bezugspunkt dieses Gedenktages und versuchen ihn für ihre geschichtsrevisionistische und rassistische Propaganda öffentlichkeitswirksam zu nutzen, indem sie beispielsweise meinen, “ein Zeichen gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege” setzen zu wollen.
Seit Ende der fünfziger Jahre wird in Deutschland am 1. September traditionell der “Antikriegstag” oder “Weltfriedenstag” begangen, um an den Beginn des Zweiten Weltkriegs zu erinnern. Am 1. September 1939 griff die deutsche Wehrmacht Polen an und startete mit diesem Septemberfeldzug einen Vernichtungskrieg, der über 50 Millionen Menschen das Leben kostete.

The same shit as every year?!

Seit seiner Einführung im Jahr 2005 gewann der “Nationale Antikriegstag” kontinuierlich an Bedeutung, was nicht nur die wachsenden Teilnehmerzahlen unterstrichen. Bis 2009 konnte man von einer „Erfolgsstory“ der sogenannten „Autonomen Nationalisten“ in Dortmund sprechen, denen es gelungen war, einen Szene-Event aufzubauen, das bundes- und sogar europaweit die Beachtung und Anerkennung von Neonazis fand. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Erfolgsgeschichte der extrem rechten Großveranstaltung im Jahr 2009 einen empfindlichen Einschnitt erfuhr. Startete der Aufmarsch 2005 mit etwa 200 Teilnehmer_innen und wuchs bis 2009 auf 1.100 an, so waren es im vergangenen Jahr lediglich noch etwa 500 Neonazis, die den Weg nach Dortmund fanden, obwohl sie im Unterschied zu den Jahren 2010 und 2011 an einer Demonstration teilnehmen konnten statt nur an einer stationären Kundgebung.
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Aachen: Verkauf des Autonomen Zentrums/ehemaligen Gesundheitsamts


Pressemitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung.
Betrifft: Verkauf des Autonomen Zentrums/ehemaligen Gesundheitsamts.

Wir, der Verein „Freunde unabhängiger Kultur in Aachen“, betreiben seit nunmehr 20 Jahren das Autonome Zentrum im Bunker unter dem ehemaligen Gesundheitsamt in der
Hackländerstraße. Dort finden soziale und kulturelle Veranstaltungen und Projekte einen
Raum. All das organisieren wir basisdemokratisch und ehrenamtlich, das heißt unbezahlt.

Uns ist bekannt, dass die Stadt Aachen als Besitzerin nun schon seit längerem versucht, das Gelände zu verkaufen. Wir, die Nutzer_innen, wiesen schon öfter auf die Intransparenz hin, mit der Stadt und Verwaltung dieses Vorhaben vorantreiben.
So erfuhren wir durch den Hausmeister des Gesundheitsamtes von der geplanten Besichtigung durch das städtische Gebäudemanagement. Erst auf Nachfrage erfuhren wir, dass es sich um Projektentwickler handelt, die das ehemalige Gesundheitsamt in ein Hostel umwandeln/ausbauen wollen.

Beim gemeinsamen Besichtigungstermin mit den Vertretern der IPEM AG aus Wetzlar, die das Projekt für die Hotelkette „A&O HOTELS and HOSTELS Holding AG“ aus Berlin/Wien entwickeln, wurde uns mitgeteilt, dass sie in ihrem Projekt etwa die Hälfte der von uns genutzten Fläche für Küche und Frühstücksraum einplanen möchten. Des Weiteren erfuhren wir, dass ihre Pläne sehr konkret und Kaufverhandlungen mit Stadt und Verwaltung schon in kürzester Zeit geplant seien.
Durch die Privatisierung des AZ in Kombination mit dem Gesundheitsamt, würde sich die Stadt Aachen aus der Verantwortung, Räume für unabhängige und alternative Kultur zur Verfügung zu stellen stehlen.
Durch den Wegfall dieser Räume müssten wir etliche Projekte einstellen, die im Moment
Raum im AZ finden. Sportraum, Fahrradwerkstatt, Proberaum/Tonstudio, Siebdruckwerkstatt und Flächen für Kunst würden keinen Platz mehr finden. Das autonome Zentrum bietet jetzt schon nicht genug Raum für alle Projekte, die diesen Raum benötigen. Hier wäre eher eine Erweiterung statt einer Halbierung angebracht. Das AZ wird sich aufgrund dieser geplanten Veränderungen nicht weiter unabhängig finanzieren können. Wir verstehen die Pläne daher als massiven Einschnitt in unsere Unabhängigkeit und letztlich in unser Weiterbestehen.
Dies können und wollen wir nicht widerstandslos hinnehmen. Wir unterstützen gerne die sinnvolle Belebung von leer stehenden Räumen in Aachen. Die Mieten steigen und steigen und wir werden uns nicht gegeneine Umwidmung des Gesundheitsamtes sperren, doch kann dies nicht auf dem Rücken der Menschen und Projekte geschehen, die unkommerzielle Kultur und sozialen Raum bieten und nutzen.

Wir lehnen diese Art, Politik von oben nach unten zu machen, ab. Wir fordern die Stadt auf, für Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten zu sorgen. Die Pläne zum Verkauf müssen so lange auf Eis gelegt werden, bis eine einvernehmliche Lösung gefunden wurde.
Einvernehmlich heißt, dass alle Betroffenen und Beteiligten an einem Tisch auf gleicher
Augenhöhe Entscheidungen treffen. Wir erwarten von der Stadt Respekt gegenüber der von uns geschaffenen und in unserer Region einzigartigen freien soziokulturellen Einrichtung “Autonomes Zentrum” und seinen zahlreichen Nutzer_innen.

Aufruf No Border Camp 2012 Köln/Düsseldorf

AUFRUF ZUM NO BORDER CAMP KÖLN/DÜSSELDORF 2012

Antirassistisch Campen und Kämpfen

Ein Aktionscamp mit Aktionen, Workshops, Diskussionen, VernetzungVom 13. bis 22. Juli 2012 findet ein No Border Camp in Köln statt, das durch ein offenes Netzwerk antirassistisch bewegter Gruppen und Aktivist_innen organisiert wird. Kommt zum Camp! Bringt Workshops, Aktionen, Ideen mit! Klinkt euch in die dezentrale Vorbereitung ein! Das Camp ist das, was wir daraus machen!
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Wunstorf: Naziangriff auf die Wohnwelt +++ 20.05.2012

Pressemitteilung

Stellungnahme des Vereins Lebenstraum – Wohnwelt Wunstorf zu den Vorkommnissen in der Nacht vom 19.- auf den 20. Mai. 2012

Am Samstag, dem 19. Mai 2012, fand in den Räumlichkeiten der Wohnwelt Wunstorf eine
Electro-Party statt, zu welcher etwa 180, zumeist jugendliche Gäste gekommen waren.

Im Laufe der Veranstaltung um circa 22:20 Uhr betraten 2 männliche Personen mittleren Alters den Thekenraum. Äußerlich unverkennbar waren Tattoos sowie übliche Bekleidung der rechten Szene zu erkennen. Unter anderem SS-Runen sowie ein Poloshirt mit der Inschrift der rechtsradikalen Hooligangruppe „Standarte Bremen“. Diese fragten ohne Scheu und selbstbewusst nach 2 Getränken und blieben circa 10 Minuten, in denen sie aufmerksam Personen musterten und die räumlichen Gegebenheiten besichtigten.
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[Italien] Autonomes Zentrum A. Cartella in Brand gesetzt

Das Centro Sociale Occupato Autogestito Angelina Cartella (abgekürzt: C.S.O.A. Cartella) in der Peripherie Reggio Calabrias wurde am Dienstag, den 15. Mai, von einem vorsätzlich gelegten Brand verwüstet.

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[Ffm] PM der Roten Hilfe zu blockupy

Pressemitteilung des Bundesvorstand der Roten Hilfe zu Polizeirepression und gerichtlichen Versammlungsverboten während der blockupy – Aktionstage in Frankfurt am Main.

Quelle

Göttingen, den 20.05.2012

Zahlreiche Grundrechtseinschränkungen durch massives Polizeiaufgebot bei blockupy

Tausende Aktvist_innen erwiderten den Verbotswahn in Frankfurt mit Besonnenheit und ließen sich auch auf der Demonstration am gestrigen Samstag nicht von massiven Provokationen der Polizei ihren Protest gegen Troika und europäische Sparpläne nehmen. Vier Tage völlig überzogener Polizeiaufgebote, Stilllegung der Frankfurter Innenstadt und schwerwiegender Versammlungsrechtsbrüche verdeutlichen die Angst des Staates vor seinen Kritiker_innen.
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02.06.2012 Hamburg: Kein Tag der deutschen Zukunft

Keine Zukunft für Nazis! Rassistische Verhältnisse angreifen

Am 2. Juni 2012 wollen Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet unter dem Motto “Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung” durch die Hamburger Innenstadt marschieren.

Nach dem die Faschist_innen bei ihrem letzten Aufmarschversuch am 1. Mai 2008 auf massiven und breiten Widerstand in Hamburg gestoßen sind, wagen sie nun nach über vier Jahren einen erneuten Anlauf. Dass ein solcher Versuch nicht ohne unsere Gegenwehr verläuft, versteht sich von selbst: Wir werden den Nazis entschlossen entgegentreten und ihre völkische Propaganda mit allen Mitteln und auf allen Ebenen angreifen.
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